Baerenwelten

Wissenswertes zum Thema Braunbären:

Braunbären:

Die Familie der Bären umfasst insgesamt neun Unterarten, die zusammengenommen beinahe die gesamte nördliche Erdhälfte besiedeln.

Eine dieser Unterarten - der europäische Braunbär - war einst auch bei uns in Deutschland zu Hause. Braunbären sind uns Menschen sehr ähnlich. Sie können sich den Verhältnissen der Natur gut anpassen, da sie klassische Allesfresser sind - von Aas, Fleisch, Fisch hin zu Obst und Gemüse.

Neben uns Menschen sind Bären die einzigen Lebewesen, die vollkommen aufrecht laufen können.

Sie benutzen wie wir Menschen beim Gehen die gesamte Fußsohle, was ihre Gangart tapsig erscheinen lässt. Trotzdem können Bären bei der Jagd oder bei Gefahr enorme Geschwindigkeiten von nahezu 60 km/h erreichen. Obendrein sind sie noch sehr geschickt und überaus intelligent.

Obwohl sie der Gattung der "Raubtiere" angehören (fachlich richtig ausgedrückt Landbeutegreifer - da sie nicht rauben sondern nur ihren Hunger stillen), sind Bären keine klassischen Raubtiere sondern Allesfresser, die sich zu 90% rein vegetarisch ernähren. Schon frühzeitig wurde ihr Gebiss entsprechend ausgelegt, durch vier Reißzähne (Eckzähne) mit anschließenden Reihen von Mahlzähnen. Beim Zerkleinern ihrer Beute benutzen Bären sehr oft auch ihre Tatzen.

 


 

Sie leben:

Braunbären lebten einst in ganz Europa und auch in Zentralasien und Nordamerika. Doch begegnen wir heute frei lebenden Braunbären nur noch in den Karpaten, Skandinavien und Russland.

Einige weinige sind noch in den Pyrenäen und im Balkan anzutreffen, sowie in Russland und Skandinavien, bzw. wie uns Bruno gelehrt hat, in den deutsch-italienischen Alpen.

 

Vor dem Winter fressen sie sich reichlich Speck an, wobei sie nicht wirklich in einen Winterschlaf verfallen. Ihre Körperaktivität ist nur ein stark eingeschränkter, sie nehmen keine Nahrung und Flüssigkeit zu sich und scheiden auch nichts aus. Statt dessen leben sie von ihren Fettreserven, sind jedoch wachsam gegenüber Gefahren und somit leicht weckbar.

 

Familienverhalten

Braunbären sind eher Einzelgänger, wobei sie bei genügend Nahrungsangebot wie an oberen Flußläufen, z. B. bei der Lachsjagd, auch in Gruppen auftreten können.

Die männlichen Exemplare kümmern sich nach der Befruchtung nicht mehr um die Bärin und somit auch nicht um den gemeinsamen Nachwuchs. Diese Aufgabe übernimmt die Mutter alleine, bis zu einem Alter von zwei bis drei Jahren.

In dieser Zeit bringen die Mütter ihren Jungen (bis zu drei in einem Wurf) alles bei, was sie für ihr Leben brauchen - angefangen von der Jagd, über das Fluchtverhalten, bis hin zur Verteidigung.

 

Geburt

Nach der Befruchtung im Mai/Juni bringt die Bärin ihre Jungen gegen Winterende (Februar/März) in einer Höhle zur Welt.

Da eine Bärenmutter nach der Winterruhe nicht mehr über genügend Fettreserven verfügt, hat es die Natur so eingerichtet, dass Bärenjunge bei ihrer Geburt enorm klein sind, ein Gewicht von nur 300 bis 500 Gramm aufweisen und kaum größer als eine Hand sind und somit nur sehr wenig Milch benötigen.

Umso erstaunlicher ist es, dass ein ausgewachsener europäischer Braunbär ein Gewicht von bis zu 350 kg und eine Größe von etwa 2,20 Meter erreichen kann.

Der amerikanische Braunbär (Grizzly - der größte Landbeutegreifer) erreicht knapp 800 kg, bei einer Größe von etwa 2,80 Metern.

 

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